Wakenitz Man am 26.5.2015 - 14 km Langstreckenschwimmen nach Lübeck

Warum stellen Menschen den Wecker sonntagmorgens auf 4:30 Uhr? Der WAKENITZ MAN, das Langstreckenschwimm- Event im Amazonas des Nordens, verdiente das frühe Erwachen.

14 km „schwimmend“ von Rothenhusen nach Lübeck  in die Badeanstalt Falkenwiesen, als Einzelstarter oder in Zweier- und Viererstaffeln. Die Landschaft, die Organisation und die Leistungen aller Teilnehmer waren wieder beeindruckend.

Vom Open-Sports Triathlon Team stürzten sich 2 Zweierstaffeln und 1 Viererstaffel ins Wasser.

 

Das Langdistanzschwimmen wurde bereits zum 20. Mal veranstaltet. Mittlerweile ist es so beliebt, dass die Plätze schnell vergeben sind. Es gehört schon etwas Glück dazu einen Startplatz zu ergattern.

Der Veranstalter, der Tri Sport Lübeck,  leistet seit vielen, vielen Jahren hervorragende Arbeit. Allein die Tatsache, dass die Begleit-Kanus für die Teilnehmer über den Veranstalter organsiert und bereitgestellt werden ist eine beachtliche Leistung. Eine „familiäre“ Veranstaltung, die allerhöchstes Lob verdient.

Unsere Staffeln für 2015 waren bereits nach dem Wettkampf im letzten Jahr „nominiert“. Motiviert durch die großartige Stimmung 2014 waren die Würfel schnell gefallen:

Nico + Sebastian - gegen - Ariane+Bernd in den Zweierstaffeln / jeder 7 km.
Dieter Kiewitt (2,6 km)  + Katja (2,8km) + Jana (3,9km) + Uwe (4,7km) in der Viererstaffel.

Jede Staffel muss von einem Kanu und 2 Paddlern begleitet werden. Auch hier hatten wir Glück, denn wir konnten sehr schnell 3 Paddler-Teams zusammenstellen.  Für Nico+Basti = Frank + Andreas  / für Ariane + Bernd = Florian und Thomas / für die Viererstaffel = Tina, Julius und Wolfgang Bruger.

Nach Ausgabe der Startunterlagen und der Wettkampfbesprechung um 7:00 Uhr wurden die Kanus für die Paddler gesucht. Schon hier beginnt das Abenteuer Wakenitz Man. Ein Verpflegungspaket und ein Shirt für jeden Paddler sorgten für das Durchhaltevermögen und eine nette Erinnerung für die Wakenitz Man Schutzengel.

Um 8:15 Uhr erfolgte das Startsignal für die Staffeln und die Jagd begann. Nico zog auf und davon. Bis zum Wechsel bei km 7 schwamm er ca. 12 Minuten Vorsprung auf Ariane heraus. Mit diesem Vorsprung ging Sebastian ins Wasser – für Bernd die perfekte Motivation.

In der Viererstaffel sprachen wir die ungefähren Zeiten auf den einzelnen Teilstrecken ab, sodass sich jeder auf seinen Einsatz an den jeweiligen Wechselpunkten vorbereiten konnte. Die geplanten Zeiten trafen exakt zu.

Spannend war die Übergabe der Badekappen als „Staffelstab“ an den nächsten Schwimmer im Wasser. Jeder hatte so seine Tricks und Komplikationen zu bewältigen. Katjas Kommentar beim Wechsel auf Jana ist grandios:  „jeder Wechsel ist schlecht, ob Wechseljahre, Wechselzone, Wechselzeiten…“!

Etwa 9 km wurde im engeren Kanal der Wakenitz geschwommen und auf den restlichen 5 km in größeren Gewässern. Dort wurde es kniffliger für die Schwimmer und für die Paddler, denn der Wind von vorne und die Wellen nahmen stark zu. Die Paddler mussten sich anstrengen, um mit den Schwimmern mitzuhalten.

Der Wellengang kann bei manchen Schwimmern für Übelkeit und Gleichgewichtsstörungen sorgen. Dieses Gefühl erwischte leider auch Sebastian, sodass er eine kurze Pause am Kanu einlegen musste. Etwas zu essen half und Sebastian konnte den Rest der Strecke bewältigen.

In der Viererstaffel lief alles wie erhofft. Jeder konnte seine Zielzeiten erreichen und die Wechsel klappten prima.

Mein persönliches Erlebnis hatte ich in den ersten größeren Seebereichen. Nach meinem Start auf der 4,7 km Strecke holte ich nach und nach andere Schwimmer/-innen ein. Es lief super bei mir. Doch plötzlich, als ich in der ersten, größeren Seefläche an einen anderen Teilnehmer vorbeischwimmen wollte nahm dieser meinen Rhythmus auf und schwamm direkt neben mir, z.T. mit Körperkontakt. 

Ich wich aus, doch immer wieder kam der Schwimmer ganz dicht zu mir – und das in dem großen See. Ich konnte es nicht fassen. Mehrfach versuchte ich zur Seite auszuweichen, aber ohne Erfolg. So stoppte ich 3-mal im Wasser, ließ ihn jedes Mal vorbei und schwamm in Bögen zur anderen Seite.

Auch mein Kanu hatte keine Chance sich zwischen ihm und mir zu schieben. So half nur die Notbremse. Doch das kostete Zeit und ein paar Nerven. Als ich „frei“ war fand ich jedoch wieder zurück „in die Spur“.

800 m vor dem Ziel stoppte mich ein Wadenkrampf. Ist das eklig im Wasser. Gottseidank war ein „St. Pauli Kanu“ direkt neben mir und ich konnte mich an deren Kanu festhalten. Der Paddler hielt mich fest, nahm mein Bein und half mir den Krampf loszuwerden. Nach etwa 3 min. konnte ich wieder anfangen zu schwimmen. Was für ‘n Schreck.  Ich suche noch den Namen der Paddler um mich zu bedanken. Im Ziel fand ich sie nicht.

Die letzten Meter bis zum Ziel fühlten sich unendlich an. Als ich nach einigen Irritationen den Zielkanal fand hörte ich schon den Moderator und die Anfeuerungen unserer Teams. Die Zielglocke "voll getroffen" und ab zum Medaillen Empfang. YES we did it.

Ein toller Wettkampf – großartig die Siegerehrung unter Nennung aller teilnehmenden Starter und Platzierungen – wunderbar die Verpflegung.  Ganz herzlichen Dank an die Organisatoren.

Die Ergebnisse unserer Zweierstaffel / jeder 7 km

Name Std   Name  Std   Gesamt   Platz 
Nico   1:59    Sebastian    2:36  4:35 15
Ariane   2:12   Bermd 2:02  4:14  9

 

 

 

Unsere Viererstaffel:

Name   km  Std.    Name  km  Std. Name   km   Std. Name   km   Std.  Wechsel   Gesamt   Platz
Dieter 2,6   0:50    Katja   2,8   1:13    Jana 3,9    1:40    Uwe      4,7    1:38       4 min 5:22   22

Die Ergebnisse aller Zweier-Staffeln   hier
Die Ergebnisse aller Vierstaffeln   hier

Die gesamte Fotogalerie findet ihr im Menpunkt  GALERIE oder hier klicken zu den Fotos

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Paddlern und den Organisatoren.
Ein dickes Dankeschön geht auch an Gela und Anja, die uns als Ersatzpaddler zur Verfügung standen.

Ein Dankeschön richten wir an Matthias Vogt und Martin Lenz vom Tri Sport Lübeck, für ein paar Fotos, die wir übernehmen durften.

Nächstes Jahr - wir sind dabei.

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